30. November 2012

Rezension zu "Asche und Phönix" von Kai Meyer



Verlag: Carlsen  
 
Originaltitel: Asche und Phönix
 
Erscheinungsdatum: November 2012

ISBN: 978-3551582911
 
Seiten: 459Seiten
 
Preis: 19.90

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"Das hier ist wie eine Rakete, die einmal gestartet ist und jetzt die Atmosphäre verlässt. Die Wirklichkeit verlangt, dass sie irgendwann wieder am Boden aufsetzt und alles so ist wie zuvor. Aber ich will immer weiter fliegen, höher hinauf zu den Sternen, so schnell und so weit wie es nur geht."

"Das will ich auch. Und wir fliegen ja längst. Wenn du dich umdrehst, kannst du die Erde nicht mehr sehen."

Da blieb sie stehen, schmiegte sich an seinen Oberkörper und küsste ihn. Er schmeckte nach Asche, genau wie sie.
 

Parker Cale ist der große Star der Glanmour Filme. Als Phönix Hawthorne liegen ihm tausende Mädchen zu Füßen. Doch auch der Ruhm hat seine Schattenseiten. Obwohl Parker die Aufmerksamkeit um seine Person meist zu viel ist, kann er doch nicht ohne sie leben.
 

Ash ist ganz anders als Parker. Sie ist eine "Unsichtbare", nirgendwo zu Hause und immer auf der Flucht. Sie häkt sich über Wasser, indem sie als Hotelmädchen die Stars beklaut und sich in fremden Wohnungen einquatiert.
 

Als Parker öffentlich mit seinem Vater bricht, ahnt er nicht, dass er eine fremde, alte Macht es auf ihn abgesehen hat. Gemeinsam mit Ash, die er in seiner Suite antrifft, macht er sich auf nach Frankreich, immer auf der Flucht, vor dem bedrohlichen Libatique...
 


Das Cover von "Asche und Phönix" ist einfach wunderschön! Es ist sehr schlicht gehalten, sticht aber trotzdem irgendwie ins Auge. Zu sehen ist die Cote d' Azur an der Parker und Ash einige Tage verbringen. Unter dem Schutzumschlag findet sich auch noch eine Überraschung, denn dort sind einige Fotos abgebildet, die Ash auf ihrer Reise schießt.
 

Der Schreibstil von Kai Meyer hat mir außerordentlich gut gefallen! Er liest sich super flüssig und die Seiten flogen nur so dahin (was natürlich auch an der spannenden Story liegen kann). Kai Meyer beschreibt in seinem Buch alles genau richtig, Man kann sich die Umgebung und Personen super vorstellen, obwohl er zum Glück nicht zu ausschweifende Beschreibungen gibt.  

"Asche und Phönix" ist in der dritten Person geschrieben und in den Kapitel spielen abwechselnd Ash und Parker die Hauptrolle. Außerdem gibt es einige Kapitel in denen Libatique die Hauptrolle spielt.
 

Die Charaktere haben mir wirklich super gefallen! Sie sind alle ganz toll ausgearbeitet und gerade Parker besitzt besonders viel Tiefgang.
 

Parker fand ich als Hauptprotagonist wirklich toll. Es ist mal etwas ganz anderes, wenn die Hauptfigur ein berühmter Filmstar ist. Der Rummel um seine Person hat mich desöfteren an Robert Pattinson und co. erinnert. Tausende Mädels, die ihn kreischend zu Füßen liegen. Klar, dass einem das irgendwann mal zu viel wird. So kam Parker unter anderem dazu, sich zu ritzen, was jedoch nur kurz zwischendurch erwähnt wird. 

Aber obwohl Parker den Rummel um seine Person eigentlich leid ist, kann er nicht ohne ihn Leben. Wenn er über einen längeren Zeitraum keine AUfmerksamkeit bekommt, kriegt er seltsame Schwächeanfälle. Trotz seiner schwierigen Person ist mir Parker sehr ans Herz gewachsen. Er ist sehr mutig und gerade im Bezug auf Ash hat er einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt.
 

Ash ist mir beim lesen auch wirklich ans Herz gewachsen. Sie hat zwar nicht ganz so viel Tiefgang wie Parker, aber man kann sich trotzdem super in sie hineinversetzen. Ash hat eine schwierige Kindheit hinter sich. Ihre Mum hat sie verlassen und lebt jetzt mit ihrer anderen Familie weit weg. Und ihr Dad sitzt im Gefängnis. Ihre Pflegeeltern haben sich auch nicht wirklich gut behandelt, sodass Ash eines Tages einfach abgehauen ist. 

Seitdem ist sie eine "Unsichtbare". Diese sind eine Gruppe von Menschen, die übers Internet momentan leerstehende Wohnungen aufstöbern und sich dort einquartieren. Noch dazu muss Ash sich natürlich irgendwie über Wasser halten und bestiehlt als Hotelmädchen die Reichen und Schönen. Dabei begegnet sie auch Parker.
 

Ash ist wirklich ein taffes Mädel, die auch vor einer körperlichen Konfrontation nicht zurückschreckt. Diese Seite an ihr hat mir super gefallen. Ash hat noch eine Besonderheit an sich. Sie macht von allen möglichen Dingen Fotos und hängt sie dann später an Bahnstatione auf, damit andere Menschen sich darüber unterhalten.
 

Die restlichen Randcharaktere haben mir auch alle sehr gut gefallen. Jeder ist wundervoll ausgearbeitet und hat seine Eigenarten. Am besten haben mir Lucien und Epiphany gefallen, Parkers Filmpartner. Und auch seinen Hausverwalter Godfrey fand ich super sympathisch.
 

Mit wem ich jedoch absolut nicht anfangen konnte, war Parkers Vater Royden Cale. Er ist der totale Kontrollfreak. Viel kann ich jetzt nicht erzählen, sonst spoiler ich zu viel, aber fest steht, ich kann Royden Cale nicht leiden.
 


Wow, wow, wow!!! Besser kann ich es gar nicht ausdrücken. Denn ich habe mich total in "Asche und Phönix"  verliebt! Seit "Renegade - Tiefenrausch" hat mir kein Buch mehr so unglaublich gut gefallen wie dieses. Und ich habe viele Bücher zwischendurch gelesen. Aber "Asche und Phönix"  hat einfach etwas unglaublich magisches an sich! Die Seiten sind beim lesen einfach nur so verflogen. Definitiv eines meiner Jahreshighlights!
 

Anfangs war ich jedoch etwas skeptisch. Ich hatte bisher noch nichts von Kai Meyer gelesen (die Arkadien Trilogie liegt noch auf meinem SuB) und deswegen auch nicht so die starken Ambitionen das Buch sofort zu lesen. Jedoch kam man in den letzten Tagen nicht an dem Buch vorbei, nein auf Facebook war es in aller Munde. Und auch die ersten Rezensionen klangen sehr vielversprechend, genauso wie der Klappentext. 

Als das Buch dann auch noch eine ganze! Nacht in meinem Träumen rumgegeistert ist, habe ich das einfach als Zeichen gesehen und bin in die nächste Buchhandlung. Da lag das Buch dann bei mir zu Hause, aber eigentlich wollte ich das lesen noch etwas rauszögern. Doch es war, als ob ein leises Flüstern vom Buch aus ging und sagte: "Lies mich!"
 

Also legte ich los und das habe ich keinesfalls bereut!
 

"Asche und Phönix" beginnt eigentlich noch recht gemächlich. Man lernt Ash und Parker kennen und ist dabei, wie die zwei sich das erste Mal begegnen. Aber sobald Ash Parker aus dem von Fans belagerten Hotel gerettet hat, beginnt eine unglaublich spannenden Reise. Der Spannungsfaden reißt nicht einmal ab, nein es bleibt das ganze Buch über spannend.
 

Dabei dachte ich anfangs gar nicht, dass es so spannend wird. Denn das Buch hat es wirklich geschafft, dass man es für etwas komplett anderes hält, als es ist.
Der Klappentext führt einen etwas in die Irre. Anfangs denkt man, es dreht sich um einen verwöhnten Filmstar und ein unscheinbares Mädchen, die sich in einander verlieben.
Aber sobald die zwei auf der Flucht sind, merkt man, dass es um weit mehr geht. Denn als Parker mit seinem Vater bricht, setzt er eine ungeheure, grausame Kreatur frei.
 

Die ganze Idee des Buches fand ich ungemein faszinierend! Endlich mal ein Buch, dass auch die schattenseiten des Ruhmes aufzeigt. Was mir ganz besonders gefallen hat, war die Tatsache, dass Parker das Blitzlichtgewitter zum Überleben braucht.
Auch die scherzhaften Anspielungen auf aktuelle Stars fand ich sehr gelungen.
 

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Ash und Parker passt sich perfekt der Handlung an. Sie überwiegt nicht, es gibt keine Seitenlangen Knutschereien, alles passt einfach perfekt.
 

Die Spannung wird im gesamten Buch sehr konstant gehalten. Und gerade gegen Ende hin nahm sie nochmal gehörig an Fahrt auf.
 

Ab und zu ist mir sogar mal ein Schauer über den Rücken gelaufen, denn die Bösewichte Libatique und Guignol fand ich ganz schön gruselig.
 

"Asche und Phönix" ist ein Einzelband und in sich abgeschlossen. Meine Fragen wurden auch alle zufriedenstellend beantwortet, eine kleine Ungereimtheit ist mir dennoch aufgefallen, aber da habe ich so meine eigene Theorie für.
 

Ich bin zwar jetzt nicht soo der riesen Fan von Buchverfilmungen, aber ich finde dennoch, dass man aus "Asche und Phönix" einen super Film machen könnte!

 
 "Asche und Phönix" von Kai Meyer ist ein ganz besonderes Buch!! Mir hat die Reise mit Parker und Ash sehr viel Spaß gemacht! Ich habe mit ihnen gelacht, gelitten und mich gegruselt und dabei sind mir die Protagonisten so sehr ans Herz gewachsen wie noch nie.
Eine ganz klare Leseempfehlung, gerade für Fantasy Fans!!  
 

29. November 2012

Rezension zu "Magic Diaries - Victorias Geheimnis" von Marliese Arold


Verlag: arsEdition

Originaltitel: Magic Diaries - Victorias Geheimnis

Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2012

ISBN: 978-3760784687  

Seiten: 228 Seiten


Preis: 12.99 €

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Fortsetzung von: Magic Diaries - Magische Sechzehn




 Achtung!! Spoiler zu Band 1 Magic Diaries - Magische Sechzehn

Als sie auf dem Rückweg war, sah sie, wie eine Gestalt an einem Baumstamm lehnte, direkt neben ihrem Schlafsack. Vic erstarrte mitten in der Bewegung und richtete den Strahl ihrer Taschenlampe auf die Erscheinung. Das Licht brach sich auf eigentümliche Weise: Die Gestalt schien sich mit Helligkeit zu füllen. Victoria erkannte jetzt ganz deutlich einen jungen Mann. Sein Körper war leicht durchscheinend, er war mit Sicherheit kein Mensch.
"Wer... wer bist du?", flüsterte Victoria. Sie brachte vor Angst kaum einen Ton heraus, obwohl sie am liebsten geschrien und die anderen auf sich aufmerksam gemacht hätte.
Er lächelte. Seine Augen leuchteten silbern. Die dunklen Pupillen waren vor Erstaunen geweitet. 

"Du kannst mich sehen?" 

Vic nickte.

"Oh, das wollte ich nicht." Er löste sich von dem Baumstamm und kam einen Schritt auf sie zu. Victoria wich zurück. 

"Hab keine Angst! Ich bin kein Dämon!"

"Was... was bist du dann?", Vics Lippen bebten, Sie war fasziniert und erschrocken zugleich. 

"Ich bin Dorian, Mary-Lous Bruder."


Endlich ist Mary-Lou aus dem Koma erwacht. Doch ihren Traum von der großen Balettkarriere kann sie sich abschminken. Da ist ihr ihr großer, toter Bruder Dorian, den sie seit einigen Monaten sehen kann, auch keine große Hilfe.
 

Stella hat ihre ganz eigenen Probleme. Sie fühlt sich unglaublich angezogen von ihrem neuen Lehrmeister, dem Magier Severin Skallbrax. Doch er ist eigentlich viel zu alt für sie.
 

Aber die größten Probleme hat immer noch Victoria. Nach einem Zeitsprung findet sie sich in der Vergangenheit wieder. Ihre einzige Hoffnung ist der Junge Severin Skallbrax, bei dem sie Unterschlupf sucht.
 

Vic fühlt sich unglaublich verloren und alleine so in der Vergangenheit. Bis ihr auf einmal Mary-Lous Bruder Dorian erscheint. Keiner weiß, warum Vic gerade Dorian sehen kann, doch es hat weitreichende Folgen... Denn was macht man, wenn man sich in einen Geist verliebt?


"Magic Diaries - Victorias Geheimnis" hat eine genauso tolle Aufmachung wie auch Band 1! Allerdings ist die Schrift hier nicht rosa, sondern ein sehr schönes Hellblau. Ansonsten haben mir die Schnörkel auf den Buchseiten wieder sehr gut gefallen.
 

Der Schreibstil von Marliese Arold hat mir hier natürlich auch wieder gut gefallen! Er ist genauso flüssig und leicht zu lesen wie in Band 1. Es wird wieder in der dritten Person erzählt und die Passagen wechseln sich zwischen den drei Mädels ab. Da jetzt Dorian eine größere Rolle spielt, werden auch eine Passagen aus seiner Sicht erzählt, was mir sehr gut gefallen hat.
 

Die Charaktere fand ich hier auch wieder super! Sie sind alle genauso sympathisch wie im Vorgänger Band und ich habe alle so lieb gewonnen.
 

Victoria ist mir von den drei Mädels allerdings immer noch die liebste! Sie ist einfach so cool und witzig! Durch ihre Verhaltensweise in der Vergangenheit hatte ich desöfteren mal einen Lachanfall, denn Youtube gab es damals natürlich noch nicht, obwohl Vic das zwischendurch ganz vergisst. Vic tat mir schon ziemlich leid, wie sie so alleine in der Vergangenheit gestrandet ist. Aber da sie sehr taff ist, meistert sie diese Erfahrung natürlich auch mit Bravour.
 

Das Mary-Lou ihren Unfall doch überlebt hat, hat mich sehr gefreut! Ich hatte wirklich schon Angst, dass sie stirbt. Aber natürlich gibt sie nicht so leicht auf. Allerdings hat sich ihre große Schwärmerei für Stefan in Luft aufgelöst. Die zwei verstehen sich zwar ziemlich gut und Stefan entwickelt auch Gefühle für Mary, aber sie hat keine mehr für ihn. Natürlich tat mir Mary-Lou auch tierisch leid, denn sie muss den Traum von ihrer Balettkarriere an den Nagel hängen.
 

Stella... tja die Stella.... ich weiß immer noch nicht so richtig, was ich von ihr halten soll! Manchmal mag ich sie total gerne, aber ab und zu geht sie mir dann doch etwas auf die Nerven. Die Schwärmerei für Skallbrax ist zwar ganz süß, aber der Typ ist einfach vieeeel zu alt für sie. Aber ich muss auch gestehen, dass mir Stella in diesem Buch etwas zu wenig vorkam.
 

Dorian fand ich einfach genial! Er ist so ein süßer Kerl. Und seine Gefühle für Vic, hach total schön. Das er ein Geist ist, kann man beim lesen irgendwie ganz leicht vergessen.
 

Wer mir nicht so gefallen hat, ist Severin Skallbrax... bei ihm weiß man einfach nicht, wie er jetzt wirklich drauf ist. Für wen arbeitet er? Warum manipuliert er die Samenzellen einiger Embryonen? Das erfährt man hoffentlich alles noch im dritten Band.
 


Nachdem ich den grandiosen ersten Band "Magic Diaries - Magische Sechzehn" sehr genossen habe, musste ich mir natürlich gleich Band 2 kaufen, denn ich musste wissen, wie es mit Vic, Mary-Lou und Stella weitergeht.
 

Die drei haben ja in Band 1 eine ganze Menge herausgefunden. Sie wurden alle im Regenzglas gezeugt, denn ihre Eltern konnten alle auf natürlichen Weg keine Kinder bekommen. Dabei wurde jedoch an ihren Genen rumgepfuscht, sodass sich bei ihren "Wilde Magie" entwickelt.
 

Denn es gibt nicht nur eine Welt, nein, neben unserer Welt exisitiert noch eine andere Parallelwelt, aus der Skallbrax kommt und in der Magie herrscht.
 

Die Vorstellung fand ich echt klasse und auch das die drei magische Fähigkeiten haben gefällt mir super! Am meisten fasziniert mich immer noch Victorias Fähigkeit in der Zeit zu reisen.
 

Aber wie man sehen kann, haben selbst die Verlockensten Fähigkeiten ihre Schattenseiten. Denn als Vic in der Vergangenheit strandet, hat sie keinen außer Skallbrax zu dem sie gehen kann.
 

Zum Glück ist Dorian bei ihr! Mich würde echt mal sehr interessieren, warum gerade Vic ihn sehen kann. Ich habe da auch schon so eine Theorie entwickelt, mal schauen, ob ich recht damit habe.
 

Die zarte Liebesgeschichte zwischen Victoria und Dorian gefiel mir auch super! Ich fand ja schon in Band 1, dass sie zusammengehören. Auch wenn Dorian ein Geist ist. Ich hoffe jedoch, dass Vic noch einen Weg findet, ihn wieder zum Menschen zu machen.
 

Das Ende hat mir leider nicht so gut gefallen, es ist schon ziemlich traurig  und ich habe mich echt tierisch geärgert...
 

Band 3 - Dunkle Versuchung erscheint im April 2013.. leider noch viel zu lange hin, aber ich werde die Wartezeit wohl überleben müssen.


"Magic Diaries - Victorias Geheimnis" von Marliese Arold steht seinem Vorgänger in nichts nach, nein, die Geschichte wurde noch viel magischer und witziger. Ich freue mich schon sehr auf Band 3!!!  







Rezension zu "Bis unter die Haut" von Julia Hoban



Verlag: cbt

Originaltitel: Willow


Erscheinungsdatum: 11. April 2011


ISBN:  978-3570308103

Seiten: 347 Seiten 


Preis: 7.99


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Sie krempelt ihren Ärmel hoch. Der Schmerz schaltet den Lärm aus. Wischt die Erinnerung an die starrenden Gesichter fort. Willow schaut auf ihren Arm, schaut auf das Leben, das aus ihr herausquillt. Winzige rote Perlen, die zu riesigen Rosen erblühen. Wie die Pfingstrosen, die Mom immer gepflanzt hat.

Willow schließt die Augen, saugt die Ruhe durstig in sich auf. Mit jedem Eintauchen der Rasierklinge wird ihr Atem tiefer. Jetzt herrscht Stille. Nicht wie die von vorhin, als sie gestolpert ist. Diese Stille ist vollkommen rein.

Man kann eigentlich nicht sagen, dass etwas, das so wehtut, sich wirklich gut anfühlt. Es ist eher so, dass es sich richtig anfühlt. Und etwas, das sich so richtig anfühlt, das kann einfach nicht schlecht sein. Es muss gut sein. Es ist gut. Besser als gut.
 

Sieben Monate ist es her, seitdem Willow mit ihren Eltern in einer regenreichen Nacht auf der Straße unterwegs war.
 

Sieben Monate, seitdem ihre Eltern bei einem Unfall starben, bei dem Willow am Steuer saß.
 

Sieben Monate, seitdem Willow sich ritzt. An den Armen, am Bauch und an den Beinen.
 

Nur so kann Willow den Schmerz verdrängen, den sie seit der verhängnisvollen Nacht fühlt. Denn sie gibt sich die Schuld an dem Unfall.
Willow verdrängt alles, ist in der Schule immer allein.
 

Doch das ändert sich, als sie in der Bibliothek auf Guy trifft. Guy ist anders als andere Jungs. 

Er redet mit ihr und als er schließlich hinter ihr Geheimnis kommt, ist er zwar schockiert und bestürzt, aber er steht ihr bei und kämpft mit Willow.
 

Kann sie ihren Schmerz überwältigen und endlich von der Klinge loskommen?
 


Das Cover von "Bis unter die Haut" gefällt mir sehr gut! Zu sehen ist das Gesicht von Willow, durch das schmale Ritzstreifen laufen. Auf der Rückseite des Buches sind zwei Hände zu sehen, die sich festhalten. Diese sollen wohl für Guy und seinen Zusammenhalt mit Willow stehen.
 

Den Schreibstil von Julia Hoban fand ich sehr gut. Sie schreibt sehr flüssig und die Seiten fliegen einfach nur so dahin beim lesen. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben und Willow wird die ganze Zeit über begleitet. Man kann sich so sehr gut in sie hineinversetzen.
 

Wow, ich liebe die Charaktere in "Bis unter die Haut"! Willow und Guy sind sehr authentisch gezeichnet und man kann sich in beide vollkommen hineinversetzen.
 

Willow ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie hat eine sehr schwere Vergangenheit und eine noch schwere Zukunft. Durch das Ritzen verdrängt sie ihre ganzen Gefühle, denn sonst würden sie sie überwältigen und das schmerzt. Mehr als die Rasierklinge. Willow mach im Buch eine sehr schöne Entwicklung durch. Anfangs ist sie sehr in sich zurückgezogen, meidet jede Person und ritzt sich bei jeder Gelegenheit. Doch nachdem sie Guy kennenlernt, ändert sich das alles etwas.
 

Guy war für mich eine wundervolle Person! Ich habe noch nie einen männlichen Protagonisten erlebt, der der weiblichen Prota so eng beisteht und sie so sehr unterstützt. Guy war mir von Anfang an sympathisch. Er reagiert genau richtig, nachdem er erfahren hat, was Willow sich antut. Er verrät sie nicht, sondern unterstützt sie und versucht sie langsam von der Klinge wegzubekommen. Auch hat Guy noch eine super süße und liebe Art an sich, die ihn einfach zu einem wahren Mädelstraum macht.
 

David, Willows großer Bruder, hat mir am Anfang leider nicht so gut gefallen. Er lebt zusammen mit seiner Frau Cathy und seiner kleinen Tochter Isabelle in einer kleinen Wohnung. Nach dem Tod seiner Eltern muss auch Willow dort mit einziehen. Man wird die ganze Zeit das Gefühl nicht los, dass David Willow die Schuld am Unfalltod seiner Eltern gibt. Obs wirklich so ist, muss man jedoch selbst herausfinden.
 

Die restlichen Randcharakter fand ich auch alle gut gestaltet. Allen voran Laurie war mir sehr sympathisch!

"Bis unter die Haut" von Julia Hoban ist wirklich eines der krassesten Bücher, die ich bisher gelesen habe! Die traurige Geschichte um Willow hat mich tief berührt und nachdenklich zurückgelassen.
 
Das Buch lag schon längere Zeit auf meinem SuB, denn ich muss zugeben, obwohl mich der Klappentext interessiert, bin ich doch immer etwas von dem Buch zurückgeschreckt. Denn das Ritzen ist nicht gerade ein leichtes Thema, mitdem man sich gerne befasst. Aber dann hat mir eine Freundin so von dem Buch vorgeschwärmt, dass ich es kurz entschlossen einfach mal zu Hand nahm.
 
Und die Wahl habe ich keinesfalls bereut! Denn obwohl das Buch ein sehr schwieriges Thema behandelt, bereitet es einem doch ein sehr gutes Lesevergnügen. Zwar nicht direkt in der positiven Art, aber doch irgendwie in einer guten.
 
Die Geschichte beginnt direkt mit einem Knall. Willow wird von ihren Gefühlen überwältigt in der Schule und greift zur Klinge. Dabei beschönigt Julia Hoban nichts, es wird alles genau beschrieben.
 
Ich habe von Anfang an mit Willow mitgelitten. Beide Eltern auf einmal zu verlieren und dann auch noch mit beim Unfall dabeigewesen zu sein, boah das will ich mir nicht einmal vorstellen. Insofern konnte ich ihren Schmerz sehr gut verstehen. Ich verstehe es auch, bis zu einem gewissen Grad, warum Willow sich diese Schmerzen zufügt.
 
Als Willow dann Guy trifft, ändert sich aber einiges. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, und als er ihr Geheimnis aufdeckt, bleibt ihr nichts anderes übrig, als seine Nähe zuzulassen. Denn Guy will sie nur beschützten und tut dafür fast alles für Willow.
 
Die Liebesgeschichte zwischen den beiden fand ich sehr gut gelungen. Es ist hier nicht die typische "Junge trifft Mädchen - 2 Minuten Gespräch - erster Kuss - erstes Mal - Happy End" Geschichte.^^ Nein, zwischen Willow und Guy entwickelt sich alles sehr langsam. 
Die beiden tauschen sich aus, reden über ihre Gefühle und kommen sich dabei langsam näher. Dabei darf man immer nicht vergessen, dass Willow auch Glücksgefühle sehr wehtun und sie zur Klinge greifen lassen. Das hat zu einer meiner absoluten Lieblingsstellen geführt, nicht weil sie schön ist, sondern einfach, weil eine unglaubliche Tiefe in dieser Stelle steckt.
 
Das Ende hat mir sehr gut gefallen! Willow macht eine unglaubliche Verwandlung durch im Buch. Welche das ist, muss aber jeder selbst lesen.
 
"Bis unter die Haut" ist in sich abgeschlossen, einen Folgeband braucht es aber auch gar nicht.
 

 "Bis unter die Haut" hat mich wirklich tief berührt und mich nachdenklich gestimmt. Kein Buch für schwache Nerven, denn die Geschichte von Willow ist wirklich krass. Trotzdem ein Buch, dass ich auf jeden Fall weiterempfehle!

26. November 2012

Rezension zu "Herbstattacke" von Nataly Savina



Verlag: Chicken House 
 
Originaltitel: Herbstattacke
 
Erscheinungsdatum: August 2012
 
ISBN: 978-3551520432
 
Seiten: 138 Seiten
 

Preis: 9.95
 
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Farsaneh sah zu mir, dann wieder zu Malik.
Ausgerechnet der Schläger, dachte ich.
Warum ausgerechnet der Schläger?
 

Nach der Scheidung seiner Eltern zieht der 15-jährige Leo mit seiner Mum Rosa in eine andere Stadt um.
 

Dort begegnet er der Iranerin Farsaneh und verliebt sich prompt in sie.
Gleichzeitig sieht die Gang um Malik es auf Leo ab und macht ihn immer wieder fertig. Und ausgerechnet Malik ist der Bruder von Farsaneh.
 

Kann ihre Liebe eine Chance haben?
 


Das Cover von "Herbstattacke" finde ich ganz okay. Es ist sehr schlicht gehalten.
 

Mir hat der Schreibstil von Nataly Savina leider nicht wirklich gefallen. Er lässt sich zwar flüssig lesen, wirkt aber sehr abgehakt. Außerdem ist die Sprache sehr jugendlich und auch sehr aggressiv. Worte wie "Pisser" und "Alter" sind da an der Tagesordnung und das gefällt mir absolut nicht! Auch haben mich die ständigen Perspektiven Wechsel genervt, denn man war sich immer nicht sicher, wer jetzt gerade erzählt.
 

Tja... leider hat nicht einer dieser Charaktere wirklichen Tiefgang und ich muss auch gestehen, dass ich fast jeden Charakter hier nicht leiden konnte.
 

Leo konnte ich absolut nicht verstehen. Vielleicht kann ich mich einfach nicht in die Lage eines Scheidungskindes hineinversetzen, aber ich konnte keine Handlung von Leo nachvollziehen. Das er auf einmal mit Maliks Clique abhängt, obwohl sie ihn immer nur fertigmacht, habe ich nicht verstanden. Auch seine Gefühle für Farsaneh konnte ich absolut nicht nachvollziehen, denn er wechselt nicht einmal 2 Worte mit ihr und ist dann schon unsterblich verliebt.
 

Zu Farsaneh kann ich irgendwie gar nichts sagen, außer, dass sie sich sehr süß um ihren Bruder Babak kümmert. Aber das wars auch schon. Ihre Beweggründe, warum sie Leo mag, konnte ich auch nicht nachvollziehen. Ein wenig Leid tat sie mir schon, denn ihr Bruder Malik behandelt sie mies und ihr Vater behandelt sie noch mieser.
 

Die Gang um Malik herum konnte ich auch absolut nicht leiden! Alle haben eine vulgäre Aussprache, schlagen sich die ganze Zeit, saufen und kiffen.. Tja, was soll man da noch für eine Zukunft haben?
 

Einzig den kleinen Babak fand ich ganz okay. Er ist nämlich echt knuffig. Außer seine Neigung, in die Gang von seinen großen Bruder hineinzuwollen.
 


Tja... so ungerne ich es auch sage, aber dieses Buch war wirklich ein totaler Griff ins Klo!!!
 

Da waren meine Erwartungen wesentlich zu hoch. Ich hatte nämlich gedacht, dass es sich hier um eine nette verbotene Liebesgeschichte handelt, aber weit gefehlt. Denn Liebe war hier absolut nicht zu spüren.
 

Die Gefühle von Farsaneh und Leo konnte ich absolut nicht nachvollziehen. Die zwei wechseln gerade mal 1 Wort miteinander und Leo ist sofort verknallt. Von Farsanehs Gefühlen erfährt man im ganzen Buch überhaupt nichts. Also das war für mich wirklich keine Liebesgeschichte, die mich berührt.
 

Das ist wirklich schade, denn eigentlich sind die Umstände sehr vielversprechend. Eine verbotene Liebe, die nicht sein darf, denn Farsaneh wird von ihrem Vater behütet wie ein Augapfel. Da sie Iranerin ist, darf sie sich natürlich nicht schminken, nicht sexy anziehen oder Umgang mit Jungs haben. Das tut sie aber trotzdem alles, und zwar heimlich.
 

Auch das die Gang nichts von der Liebe der zwei erfahren darf, fand ich gut. Aber leider ist die Umsetzung der Geschichte wirklich gründlich misslungen.
 

Das liegt wahrscheinlich vor allem daran, dass das Buch nur knappe 140 Seiten umfasst. Für die paar Seiten waren es einfach zu viele Probleme, die es zu lösen gab und so wurde halt alles innerhalb weniger Seiten abgespeist und ist dadurch zu einem Flop für mich geworden.
 

Auch das Ende hat mir nicht gefallen.... Dazu kann ich jetzt nicht viel sagen, ohne zu spoilern, aber ich fand es einfach doof!
 
"Herbstattacke" von Nataly Savina ist für mich leider das schlechteste Buch, dass ich je gelesen habe. Eine "Liebesgeschichte" ohne wirkliche Gefühle und eine Geschichte ohne jeglichen Tiefgang. Für mich definitiv keine Leseempfehlung!!!
 

Rezension zu "Magic Diaries - Magische Sechzehn" von Marliese Arold



Verlag: arsEdition
 
Originaltitel: Magic Diaries - Magische Sechzehn
 
Erscheinungsdatum: 10.Oktober 2012
 
ISBN: 978-3760784670
 
Seiten: 238 Seiten
 

Preis: 12,99
 
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Die Zeit naht.
Sie werden sechzehn Jahre alt.
Ihre Kräfte müssen sich allmählich entfalten.

Aus den Aufzeichnungen des Severin Skallbrax


Die drei Freundinnen Victoria, Stella und Mary-Lou sind ganz gewöhnliche sechzehnjährige. Bis zu dem Tag, an dem Victoria aufwacht und sich nicht mehr an die vergangenen zwei Tage erinnern kann.
 
Denn Victoria kann in der Zeit reisen und hat gerade einen Zeitsprung gemacht! Allmählich kommen auch die Geheimnisse von Stella und Mary-Lou ans Licht. Stella kann mithilfe ihrer Gedanken die Handlungen anderer Menschen beeinflussen. Mary-Lou sieht ihren verstorbenen Bruder Dorian und kann mit ihm kommunizieren.
 
Doch warum haben die drei solche geheimnisvollen Fähigkeiten? Und wer sind die seltsamen "Watchers", die die drei beobachten und vor denen Dorian sie gewarnt hat?
 

Wow ich lieeeeebe die gesamte Buchgestaltung einfach! Das Cover ist recht schlicht gehalten, es steht groß der Titel drauf und oben ist ein kleines Emblem mit den drei Mädchen zu sehen. Die Besonderheit des Buches ist aber die unglaublich schicke graufärbung mit den Glitzerpartikeln. Das finde ich einfach wunderschön! Auch im Buch gibts schicke Schnörkel an den Ecken und hinter jedem Kapitel ist ein Tribal abgebildet.
 


Der Schreibstil von Marliese Arold gefällt mir sehr gut! Er ist leicht und flüssig zu lesen. Außerdem ist das Buch im Stil von sechzehnjährigen geschrieben, sodass der Schreibstil eine jugendliche Note bekommt. Erzählt wird in der dritten Person und die Abschnitte wechseln sich aus der Sicht der drei Mädchen ab.
 


Die Charaktere in "Magic Diaries - Magische Sechzehn" fand ich wirklich alle klasse! Die drei Mädels sind wunderbare Protagonisten und ich fand jede einzelne super!
 
Victoria erzählt den größten Teil der Geschichte. Und auch ihre Fähigkeit fand ich am besten, denn ich liebe die Vorstellung von Zeitreise. Vic war mir gleich von Anfang an sympathisch! Ihr Kleidungs- und Lebensstil ist ewas ungewöhnlich, denn die ist ein Gothic und trifft sich auch mit ihren anderen Freunden nachts auf dem Friedhof um Geisterbeschwörungen durchzuführen.
 
Mary-Lou fand ich auch von Anfang an klasse! Sie ist unsterblich verliebt in Stefan, den coolen Typen aus der Schule. Doch leider ist sie viel zu feige, um ihn anzusprechen. Als Vic jedoch eine schreckliche Entdeckung über Stefan macht, muss sich Mary sputen und Stefan schnell einladen. Mary-Lou hat trotz ihrer unglaublichen Balett-Talente und ihrer Computer-Fähigkeiten leichte minderwärtigkeits Komplexe, denn mit ihrem Aussehen ist sie leider absolut nicht zufrieden.
 
Mit Stella brauchte ich etwas länger zum warm werden. Stella hat ihre Fähigkeiten, die Handlungen der Menschen zu beeinflussen schon vor einiger Zeit entdeckt und experimentiert damit herum. Trotzdem braucht sie ihre Zeit, um Mary-Lou und Victoria ihre Geschichten abzukaufen. Ihre leicht verbohrte Art zum Anfang fand ich etwas doof. Aber mit der Zeit gefiel sie mir immer besser. Stella ist eine begeisterte Sportlerin und verbringt ihre gesamte Freizeit damit zu trainieren.
 
Dorian, Mary-Lou's verstorbener Bruder, kam mir leider etwas zu kurz vor, aber trotzdem fand ich ihn super! Aber im zweiten Band wird er eine sehr große Rolle spielen, das habe ich einfach so im Gefühl ;)
 

Eigentlich hatte ich nicht allzu große Erwartungen an das Buch, da ich es für eine nette Geschichte zwischendurch gehalten habe, aber ich muss gestehen, dass mich "Magic Diaries - Magische Sechzehn" wirklich umgehauen hat!!
 
Die Geschichte ist einfach super spannend erzählt und die Charaktere sind wirklich super ausgearbeitet! Ich liebe einfach Geschichten in denen es um Magie geht und gerade auch um Zeitreisen.
 
Und dieses Buch hat wirklich eine Menge Magie! Die Seiten sind nur so dahin geflogen und das ganze Buch hat mich in seinen Bann gezogen.
 
"Magic Diaries - Magische Sechzehn" beginnt nicht langsam, nein, man wird sofort in die Handlung hineingeworfen und findet sich bei Victoria wieder, die sich nicht an die letzten zwei Tage erinnern kann. Alles wirkt sehr mysteriös und man möchte einfach nur wissen, was mit ihr passiert. Als dann die Auflösung ans Licht kommt, will man einfach nur weiter wissen, warum die drei Mädchen diese seltsamen Fähigkeiten besitzen und wie es dazu kam.
 
Die Auflösung fand ich jetzt nicht allzu spektakulär, sowas ähnliches hatte ich schon vermutet, aber es wurde auf der vorletzten Seite doch noch etwas erwähnt, mit den ich absolut nicht gerechnet hatte!!
 
Anfangs denkt man auch, dass die Handlung recht vorhersehbar verläuft, aber dann passiert etwas mit einem der Mädchen, dass alles ändert und die ganze Geschichte über den Haufen wirft.
 
Das Buch ist zum Glück nicht in sich abgeschlossen, es bleiben auch noch sehr viele Fragen offen. Band 2 "Victorias Geheimnis" ist bereits erschienen und das werde ich mir auch gleich morgen zulegen.
 

 "Magic Diaries - Magische Sechzehn" von Marliese Arold ist eine wahrhaft magische Geschichte über drei junge Mädchen, die ihre wahren Fähigkeiten entdecken und allerhand Abenteuer durchmachen müssen. Für Magie Fans ein absolutes Must Read!!
 
 
Ein ganz großes Dankeschön für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares geht an:
 
 
und an 
 
 
Bestellen könnt ihr dieses magische Buch unter:
 
 

Rezension zu "Graveminder" von Melissa Marr



Verlag: Piper
 
Originaltitel: Graveminder
 
Erscheinungsdatum: 12. November 2012
 
ISBN: 978-3492268905
 
Seiten: 394 Seiten
 

Preis: 12,99
 
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Als sie ihr Frühstück beendet hatte, war Byron immer noch nicht heruntergekommen, daher trat sie durch die Tür, die den privaten Teil des Hauses vom öffentlichen trennte. Sie mischte sich unter die Trauergäste und nahm deren Kopfnicken und Umarmungen entgegen, ohne mit der Wimper zu zucken, während sie auf Maylenes Leichnahm zuging.

Ich weiß, dass du fort bist, dachte sie. Ich weiß, dass du das nicht wirklich bist.
Aber der Körper sah immer noch wie ihre Großmutter aus. Der vertraute scharfe Blick fehlte, das Lächeln war nicht mehr da, aber die Gestalt war immer noch Maylene.
 
Rebekkah wusste, was sie sagen musste. Das Fläschen steckte in ihrer Tasche, aber sie konnte es nicht tun. Noch nicht. Nicht vor allen Leuten. Es gab Worte, die sie immer wieder mit Maylene gesprochen hatte, Traditionen, die sie gemeinsam befolgt hatten. Bald.
 
Rebekkah beugte sich vor, um Maylene auf die Wange zu küssen, "Schlaf, Großmama", flüsterte sie. "Schlaf gut, und bleib, wo ich dich hingelegt habe."
 

In der Kleinstadt Claysville gibt es besondere Traditionen. So hat zum Beispiel jede Generation ihre eigene Totenwächterin. Bei Beerdigungen spricht sie magische Bannworte über dem Grab, um den Frieden des Toten zu bewahren und ihn am Auferstehen zu hindern.
 

Als Rebekkah's Großmutter Maylene stirbt, fällt die Aufgabe der Totenwächterin ihr zu. Gemeinsam mit ihrem Ex-Freund Byron, dem Undertaker, dem Beschützer der Totenwächterin, muss sie von jetzt an die Ruhe der Toten garantieren.
 

Doch in Claysville treibt eine auferstandene Tote, ein kleines Mädchen, sein Unwesen. Sie wurde brutal ermordet, ihre Leiche versteckt und so kehrt sie wieder, um Rache zu nehmen. Kann Rebekkah sie aufhalten?
 

Das Cover von "Graveminder" gefällt mir sehr gut! Es ist sehr schick anzusehen mit den ganzen Schnörkeln, wirkt aber trotzdem ziemlich schlicht, sodass es im Regal jetzt nicht unbedingt gleich ins Auge sticht.
 
  
Mir hat der Schreibstil von Melissa Marr gut gefallen! Das Buch lässt sich sehr schnell und flüssig durchlesen. "Graveminder" ist in der Vergangenheitsform geschrieben und die Kapitel wechseln sich jeweils zwischen verschiedenen Personen ab. Das Buch ist in der dritten Person geschrieben.

Leider konnte ich mich mit keinem Charakter in "Graveminder" identifizieren. Es blieben mir irgendwie alle recht fremd und ich konnte mich in keinen wirklich hineinversetzen. Da fehlte es wirklich allen an tiefe.
 

Rebekkah fand ich als Protagonistin recht gut, auch wenn ich mich mit ihr nicht identifizieren konnte. Trotzdem war sie mir schon sympathisch. Anfangs tat sie mir einfach nur leid. Ihre Großmutter ist gerade gestorben und sie muss sich mit allem rumschlagen, auch mit ihrer abgedrehten Tante Cissy. 
Als dann auch noch klar wird, dass sie die Totenwächterin ist, meistert sie alles wirklich gut. Was mir an Rebekkah nicht gefallen hat, waren ihre Gefühle für 
Byron. Natürlich finde ich es schön, dass die zwei sich mögen und so, aber es dauert wirklich fast das gesamte Buch, bis Rebekkah sich das mal selbst eingesteht. Das ging mir doch schon etwas auf die Nerven.
 

Byron war für mich der ansprechenste Charakter im Buch. Ihn fand ich von Anfang an sympathisch und seine Handlungen konnte ich auch nachvollziehen. Seine Rolle als Undertaker nimmt er sofort an, einzig, um Rebekkah zu beschützen. Seine Liebe für Rebekkah fand ich wirklich süß. Auch wenn sie ihn mies behandelt hat, ist er trotzdem für sie da.
 

Daisha fand ich auch ganz cool. Sie ist einfach nur ein verängstiges Mädchen, was natürlich unter den Umständen wie sie gestorben ist, durchaus verständlich.
 

Die restlichen Charaktere sind alle irgendwie an mir vorbeigezogen, es blieb mir jetzt keiner ist mir jetzt wirklich im Gedächtnis geblieben.
 


"Graveminder" von Melissa Marr hat mir ganz gut gefallen! Als erstes ist mir natürlich das schicke, schnörkelige Cover ins Auge gestochen.
 

Als ich dann den Klappentext gelesen habe, war ich gleich gespannt auf das Buch, denn die Idee mit der Totenwächterin, die die Toten am auferstehen hindert, fand ich sehr gut! Es verspricht spannend zu werden und auch ein wenig gruselig.
 

Allerdings muss ich den Klappentext auch etwas bemängeln, denn er verrät schon recht viel über die Handlung. Denn so ist schon von Anfang an klar, dass Rebekkah die Totenwächterin ist, was im Buch aber erst nach knapp der Hälfte aufgelöst wird.
 

Denn bis zu Hälfte des Buches plätschert die Geschichte recht gemächlich vor sich hin. Es passieren zwar einige spannende Sachen, aber es wird halt auch sehr viel geredet und diese Abschnitte fand ich ab und an etwas zu langatmig.
 

Auch die Charaktere sind mir nicht wirklich alle sympathisch gewesen. Sie haben fast alle keinerlei Tiefgang, was mir natürlich nicht so gut gefallen hat.
 

Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gut gefallen und ab und an lief mir sogar ein kleiner Schauer über den Rücken, denn es gibt wirklich einige gruselige bzw. eklige Szenen.
 

Die Auflösung der ganzen Geschichte fand ich etwas vorhersehbar, denn die Vermutung hatte ich schon länger.
 

Die Handlung könnte man als in sich abgeschlossen bezeichnen, ob es einen zweiten Band geben wird, weiß ich leider noch nicht.

 
"Graveminder" von Melissa Marr ist ein gut geschriebenes Buch, mit einer sehr gut durchdachten Story. Ein paar kleine Schwächen hat es jedoch, wie die nicht so gut ausgearbeiteten Charaktere, aber da kann man großzügig drüber hinwegsehen.