12. November 2011

Rezension zu "Rotkäppchen muss weinen" von Beate Teresa Hanika

 



 Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem 
Korb am Fahradlenker den Berg hinabfahren sieht. 
Rotkäppchen - weil in dem Korb Wein und Essen 
sind für den Großvater, dessen Einsamkeit
nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen - weil der Weg 
aus dem Wald dunkel und steinig ist. 
Rotkäppchen -  weil der Wolf sie längst 
in seiner Gewalt hat...








Handlung:
Die Geschichte dreht sich um die 13-jährige Malvina, deren Großmutter vor kurzem verstorben ist. Schon früher hat Malvina jeden Freitag ihre Großeltern besucht und auch jetzt soll sie oft zu ihrem angeblich kranken Großvater und sich um ihn kümmern. 
Doch die Liebe des Großvaters zu seiner Lieblingsenkelin geht weit über die normale familiäre Liebe hinaus....
Malvina's Opa macht Dinge mit ihr, die ihr selbst nicht gefallen. Wenn Malvina zu Hause sagt was sie bedrückt und dass sie nicht mehr zu ihrem Opa will, hört ihr keiner zu...
Jedoch will sie ihrer Besten Freundin Lizzy nicht erzählen was in der kleinen Wohnung alles passiert. Erst als sie den Jungen, den sie Klatsche nennt, näher kennenlernt, beginnt sie sich allmählich aufzulehnen....


Meine Meinung:
Das erste was mir zu diesem Buch einfällt ist: Bedrohlich und für mich völlig unverständlich! 
Wenn ich daran denke, dass es vielen Kindern auf der Welt wirklich so geht wie Malvina, läuft mir ein kalter Schauer über den Rücken. Wie krank muss ein Mensch sein, dass er seiner kleinen 13-jährigen Enkelin so etwas antut, und wie blöd müssen die Familienmitglieder sein, dass sie ihre Tochter nicht ernstnehmen. Am Schlimmsten fand ich jedoch die Oma. Das man seine eigene Enkelin so verkauft an den Mann, nur weil man Angst hat, ist wirklich furchtbar!!!

Ich habe mich mit der Thematik des Buches vorher noch nie beschäftigt, und ich weiß auch nicht ob ich mich noch einmal an so ein Buch rantraue, die Geschichte hat mich wirklich aufgewühlt.
Natürlich gibt es auch in dem Buch schöne Stellen :) Zwischen den heutigen Geschehnissen, erzählt Malvina Erlebnisse mit ihrer Besten Freundin Lizzy aus der Vergangenheit. Lizzy kam mir in der gegenwärtigen Storyline nämlich leider viel zu kurz, für so ein sympathisches Mädchen ;) Auch die erste zarte Liebesgeschichte zwischen Malvina und Klatsche fand ich wunderschön! 
Besonders erwähnen möchte ich noch die Nachbarin des Großvaters, Frau Bitschek. Sie hat selbst erraten was zwischen Malvina und ihrem Großvater vor sich geht und rät Malvina sich dem zu stellen und endlich zu reden. Immerhin geht das Buch halbwegs gut aus, und ich hoffe der Großvater bekommt noch die Strafe die ihm zusteht! ;)


Fazit:
Ein tolles, aber aufwühlendes Buch, über ein schreckliches Thema! Das einzige was mich ziemlich gestört hat beim lesen, war das bei der Wörtlichen Rede keine Satzzeichen waren. Hat mich anfangs ziemlich verwirrt, aber man kann drüber hinwegsehen :)

Pfotenvergabe:

Buchgestaltung: 5/5
Schreibstil: 4/5
Inhalt: 5/5



Bildquelle: http://buchduft.files.wordpress.com/2010/10/images11.jpg

Kommentare:

  1. Julia, altes Haus (und Jace-Fanatikerin :D)! :D Ich wusste gar nicht, dass du auch einen Blog hast :O Da bin ich gleich mal Leser geworden;) Würde mich freuen, wenn du mal bei mir rumschaust, wenn du Lust hast;)
    lg Yuli (Shanty)

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  2. Wow, also bei dem Titel hätte ich gar nicht daran gedacht, dass diese Thematik dahinter steckt. Klingt schon ziemlich krass. Mich nehmen solche Geschichten immer sehr stark mit, weshalb ich das Buch vielleicht nicht lesen sollte.

    Schöne Rezi :)

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    1. Ja mich hat das Buch auch ziemlich mitgenommen :/ Ist schon echt nen krasses Thema...

      Danke :)

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