28. Mai 2012

Rezension zu "Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer





Verlag: cbj

Erscheinungsdatum: 12.03.2012

ISBN: 978-3570401477

Seiten: 445

Preis: 12.99 €





 

Langsam ließ Gabriel die Hand sinken und sah Marie aus dunklen Augen an.
"Du musst das nicht allein tun. Wir finden einen Weg. Zusammen."
Seine Worte, so düster sie auch waren, klangen wie ein Versprechen. Ein Versprechen, das Marie trotz aller Trostlosigkeit einen winzigen Hoffnungsschimmer erahnen ließ. Er hatte Recht. Sie durften nicht aufgeben. Mühsam zwang sie sich zu einem Nicken.

Handlung:
Die 15-jährige Halbwaise Marie, die in Hamburg bei ihrer Mutter Karin wohnt, droht langsam zu verzweifeln. Immoment läuft in ihrem Leben nichts mehr rund, Ihre Mutter meckert rum wegen der Hausarbeit und ihre Beste Freundin Theresa interessiert sich momentan nur noch für Johannes und einen Tanzkurs, sodass sie Marie immer mehr vernachlässigt. Noch dazu nehmen Marie's "Anfälle" wieder zu, die sie seit dem Tod ihres Vaters immer mal wieder hat.

Als ihre Träume über mysteriöse schwarze Feen mehr zunehmen und Ihre Mutter auf einmal den ganzen Tag im Bett liegt, sich nicht rührt und nicht redet, beginnen die Dinge langsam zu eskalieren. Denn Marie sieht merkwürdige Schatten auf dem Körper von Karin und sie ist sich sicher, dass die schwarzen Feen daran Schuld sind.

Jetzt gibt es nur noch einen, der ihr helfen kann. Und zwar der Schulschwarm Gabriel, der die Schattenwesen der Menschen sehen kann...

Buchgestaltung:
Das Cover von "Als die schwarzen Feen kamen" gefällt mir richtig gut! Es ist wunderschön und trotzdem wirkt es sehr bedrohlich und unheimlich. Allerdings kann ich mir die schwarzen Schmetterlinge nicht so recht erklären, denn Feen sehn für mich anders aus, und sie werden im Buch auch anders beschrieben.

Schreibstil:
Der Schreibstil von Anika Beer ist einfach wunderschön. Das Buch liest sich sehr flüssig und trotzdem wird alles relativ genau beschrieben, sodass man sich beim Lesen die Schattenwesen, die Obsidianstadt und auch die Charaktere sehr gut vorstellen kann. "Als die schwarzen Feen kamen" ist in der 3ten Person geschrieben und überwiegend wird Marie begleitet. Es gibt auch einige Kapitel aus Gabriels Sicht. Dazu gibt es immer mal wieder ein Interludium, in denen die Geschehennisse in der Obsidianstadt geschildert werden.

Charaktere:
Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet und haben unheimlich viel Tiefgang. Gerade Marie und Gabriel sind wundervoll ausgearbeitet und man sich sehr gut in die beiden hineinversetzen.

Marie ist anfangs noch sehr ängstlich und wirkt überfordert mit der Situation, doch nachdem sie genug Vertrauen zu Gabriel gefasst hat, wird sie mutiger und kann sich ihrer Vergangenheit und den schwarzen Feen stellen.

Gabriel fand ich von Anfang an super! Er ist zwar der Schulschwarm, hat viele Freunde, aber trotzdem ist er ein wenig einsam und lebt recht zurückgezogen. Daran ist vor allem seine Fähigkeit, die grauenvollen Schattenwesen der anderen Menschen zu sehen, schuld. Jedoch ist er ein wirklich faszinierender Charakter, den man sofort ins Herz schließt.

Die restlichen Charaktere sind auch gut ausgearbeitet, jedoch waren sie mir fast alle irgendwie recht unsympathisch, allen voran Marie's Therapeut Dr.Roth und ihre Freundin Theresa.

Meine Meinung:
"Als die schwarzen Feen kamen" von Anika Beer ist wirklich ein kleines Juwel unter den Fantasyromanen. Die Geschichte, die Charaktere und der Schreibstil harmonieren perfekt zusammen. Die Idee, die hinter dem Buch steht, ist etwas total neues für mich und ich fand sie sehr faszinierend. Das jeder Mensch in seinem Schatten ein Wesen wohnen hat, dass sich aus den Ängsten des Menschen zusammen setzt, fand ich sehr interessant und vor allem die Beschreibung dieser Wesen ist mehr als gelungen.
 

Da tut mir Gabriel wirklich leid, dass er den ganzen Tag immer diese Wesen sieht wenn er einen anderen Menschen anschaut. Nichtsdestotrotz ist Gabriel vor Beginn des Buches zu einer Außergewöhnlichen Person herangewachsen und hat seine eigene Bestie im Schatten gezähmt bekommen.
 

Das Zwischenspiel von Normalität und Fiktion hat mir hier auch sehr gut gefallen, gerade weil die Geschichte in meiner Heimatstadt Hamburg spielt, sah ich die Orte beim lesen direkt vor mir und hatte das Gefühl ich würde mit Marie durch die Straßen von Altona laufen.
Gleich am Anfang wird man direkt in die Handlung hineingeworfen und findet sich in der Obsidianstadt wieder. Die ersten Kapitel danach spielen in der gewohnten Umgebung von Marie und die Handlung kommt ersteinmal langsam voran. Als jedoch die ersten Feen auftauchen, beginnt die Geschichte bedrohlicher zu werden und nimmt gehörig an Fahrt auf.
Auch die Beschreibung der Obsidianstadt hat es mir sehr angetan! Ich konnte sie beim lesen direkt vor meinen Augen sehen und fand sie einfach wunderschön.
 

Die Schwarzen Feen fand ich sehr bedrohlich, was sie z.B. mit Marie's Mutter gemacht haben, hat mir wirklich eine fiese Gänsehaut beschert.
 

Was mir am Besten an dem Buch gefallen hat, war die kleine, aber wunderschöne Liebesgeschichte zwischen Marie und Gabriel. Sie beginnt ganz langsam, und es ist nicht wie in so ziemlich allen anderen Büchern Liebe auf den Ersten Blick. Die beiden freunden sich an, erleben die ganzen grauenvollen Abenteuer miteinander und die fiesen Machenschaften der schwarzen Feen schweißen die beiden immer mehr zusammen, bis sich langsam eine zarte Liebe entwickelt.
 

Gegen Ende des Buches baut sich die Spannung immer mehr auf und es wird einem ein Showdown der Extraklasse geboten. Das Buch hat ein abgeschlossenes Ende, ich denke ein zweiter Teil würde das wundervolle Gesamtbild nur zerstören.
 

Fazit:
Als die schwarzen Feen kamen von Anika Beer sollte man wirklich mal gelesen haben! Es ist eine wunderschöne und zugleich Bedrohliche Geschichte, die in zwei Welten zugleich spielt und die einem einfach mitreißt, sodass man das Buch vor dem Ende nicht aus der Hand legen kann! 



Kommentare:

  1. Ich wusste, du wirst es >Mega< finden :D

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    1. hihi ja du kennst meinen Büchergeschmack halt :D

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  2. mir hat das Buch auch super gefallen-echt toll! :)

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  3. Das hört sich echt gut an. :) Sehr schöne Rezension Julia! ;)

    LG <3
    Lydia

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  4. Tolle Rezi! ;)
    Ich will es haben!! :D


    LG, Frederieke

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  5. Sehr schöne Rezension! Ich muss es unbedingt auch noch lesen ;-)

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  6. Sehr gut gelungen deine Rezension Julchen <3,
    Shanty, Jan und du macht es mir aber auch wirklich nicht leicht. Meine Top Ten hat leider immer weniger Plätze für tolle Bücher ;)

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    1. Danke Dani <3

      hihi ja tut mir echt leid.. xD

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  7. Tolle Rezension :) Ich hab das Buch noch auf dem SuB und freu mich jetzt noch mehr drauf ;)

    LG
    Monika
    www.suechtignachbuechern.blogspot.de

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  8. Mir hat deine Rezension auch sehr gut gefallen!
    Das Buch wandert gleich mal auf meine Wunschliste!

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  9. Hach, so eine tolle Rezi *schmacht*
    Jetzt muss ich mir das Buch also doch holen, böse Julia! Ab mit dir auf die stille Treppe! :D

    War noch gar nicht Leserin deines Blogs o.O
    Gleich mal geworden! (:

    lG
    Maren (;

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    1. hihi dankeeeeeee :D Los los kauf es, du wirst es nicht bereuen :)

      Upsi.. ich war bei dir auch noch gar keine Leserin oO habs gleich nachgeholt <3

      LG Julchen

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  10. Hallo Julia,

    wir finden die Rezi echt klasse und das Buch haben wir auch öfters gesehen... Jetzt möchten wir es auch gerne haben, dank deiner Rezi.... Übrigens finden wir dien Maskottchen ganz sympathisch und dein Bewertungsystem finden wir auch toll

    LG
    Phil und Charly von http://lesende-kater.blogspot.de/

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    1. Hey ihr Zwei ;)

      Dankeschön :) Ja das Buch müsst ihr auf jeden Fall lesen!
      Bin gleich mal auf Eurem Blog Leserin geworden, ich wusste gar nicht, dass Katzen auch so viel lesen :P

      LG Julchen

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