12. Januar 2014

Rezension zu "School of Secrets - Verloren bis Mitternacht" von Petra Röder




Verlag:  Impress

Originaltitel:  School of Secrets

Erscheinungsdatum: 8. August 2013

Seiten: ca. 254 Seiten

Preis: 3,99 €

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Als der Nebel auf die Schutzzauber traf, ertönte ein ohrenbetäubendes Krachen, und die Siegel leuchteten in strahlenden Gold. Kurz flackerte etwas aus, das wie eine zartgelbe Wand aussah - die Barriere, die Mona mit ihrer Magie geschaffen hatte und die der Nebel nicht durchdringen konnte. Noch nicht!

Der Nebel zog sich zurück, um im nächsten Augenblick erneut auf Monas Schutzmagie einzustürmen... 


Die siebzehnjährige Lucy erhält eine Zusage der mysteriösen Internatsschule, dem Woodland College. Zunächst ist sie sich unsicher, hat sie doch noch nie etwas von diesem College gehört.
 

Doch als die zu einem ersten Gespräch mit der Rektorin das College besucht, wird ihr schnell klar, dass es kein gewöhnliches College ist.
 

Es ist eine Schule für Begabte - Leute mit magischen Fähigkeiten. Bei Lucy haben sie sich zwar noch nicht gezeigt, doch die Rektorin ist fest überzeugt, das sie auch welche besitzt.
 

So nimmt Lucy das Angebot natürlich an und wird zur Schülerin der "School of Secrets". Zusammen mit ihren Freunden lernt sie brav und versucht alles über magische Fähigkeiten herauszubekommen.

Als ihre Freundin Mona ein altes Buch über das "Haus der Angst" findet, beginnt ein Abenteuer auf Leben und Tod...
 


Das Cover finde ich ganz hübsch! Es ist ein Mädchen zu sehen, dass Lucy darstellen soll. Der Titel des Buches steht in großen Buchstaben auf dem Cover. Insgesamt ein schönes Cover, aber leider etwas nichtssagend.
 

Mit dem Schreibstil hatte ich so meine Probleme. Petra Röder schreibt mit sehr ausschweifenden Beschreibungen und das ging mir am Anfang ganz schön auf die Nerven, denn gerade auf den ersten Seiten bekommt man so viel Input, dass einem das Hirn brennt. 

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Lucy.
 

Die Charaktere hätten meiner Meinung nach sehr viel besser ausgearbeitet sein können. Sie bleiben doch alle recht farblos und distanziert dem Leser über.
 

Lucy gefiel mir als Protagonistin zwar gut, aber leider überwiegen die negativen Kritikpunkte. In gefährlichen Situationen handelt sie absolut dumm... Ich will nicht der Story vorgreifen, aber in der einen Situation hätte ich sie wirklich schütteln können, wegen ihrer Dummheit.
 

Auch am Ende hätte ich ihr gerne mal die Augen geöffnet, denn die Identität des Verräters war ja mal sowas von klar.
 

Nichtsdestotrotz ist Lucy eine ganz Liebe, die für ihre Freunde alles riskieren würde.
David konnte ich anfangs leider gar nicht verstehen. Erst ist er Lucy gegenüber total distanziert und fies, um dann im nächsten Moment ihr ewige Liebe zu schwören. Seine Gefühle konnte ich absolut nicht nachvollziehen.
 

Trotzdem ist David sehr mutig und beschützt Lucy mit seinem Leben. Was es damit auf sich hat, erfährt man am Ende noch genauer.
 

Die Nebencharaktere waren wie gesagt sehr farblos. Einzig Naomi, die fiese Vampirin hatte ein wenig Tiefgang und sie gefiel mir, trotz ihrer schroffen Art ganz gut.
 


Ich weiß leider nicht so richtig, was ich von "School of Secrets" halten soll. Erstmal bin ich durch den offiziellen Klappentext von einer total anderen Story ausgegangen.
 

Bei dem erwartet man eine College Geschichte, in der Liebe, Intrigen und übernatürliche Fähigkeiten eine Rolle spielen. Aber schon auf den ersten Seiten, die übrigens aufgrund der vielen Charaktere recht reizüberflutend wirken, wird klar, dass es hier um etwas ganz anderes geht.
 

Denn Lucys Zimmergenossin Mona hat ein altes Buch gefunden, in dem vom "Haus der Angst" die Rede ist. Der Besuch des Hauses der Angst wird bei den Schülern des Woodland College als Mutprobe angesehen. Natürlich will auch die Gruppe rund um Lucy in das Haus, denn nach erfolgreichem Abschluss des Hauses, verstärken sich die Fähigkeiten der Teilnehmer.
 

Total unlogisch nur, dass in der gesamten Zeit die das Haus und die Schule existieren, 3 Gruppen von Schülern jemals das Haus besucht haben. Wovon immer nur 1 oder 2 lebend herauskommen... Das nimmt man natürlich einfach mal so als Freizeitbeschäftigung an und riskiert sein Leben.
 

So weit so gut, als es dann ins Haus der Angst geht, beginnt die Geschichte richtig gut an Fahrt aufzunehmen. In diesem Haus gibt es 3 Zimmer, in denen unterschiedliche Gefahren lauern. Um aus den Haus rauszukommen, muss die Gruppe einen Schlüssel finden.
 

Die Gefahren hätten meiner Meinung nach ruhig noch schrecklicher sein können. Trotzdem hat mich das alles ein wenig an den Horrorfilm "The Cabin in the Woods" erinnert. Und mit den übernatürlichen Fähigkeiten auch an Harry Potter.
 

Wie gesagt, die Spannung ist sehr hoch gehalten, sodass ich das Buch auch in einem Rutsch durchgelesen habe. Schlecht fand ich es jetzt auch nicht, aber richtig überragend halt auch nicht.
 

Was mich vor allem gestört hat, ist die Liebesgeschichte zwischen Lucy und David. Erst sprechen sie kein Wort miteinander, dann streiten sie sich nur und auf einmal schwören sie sich ewige Liebe... Da kamen für mich leider keinerlei Gefühle rüber und die Passagen ala: "Ich habe es aufgegeben mich von dir fernzuhalten" haben mich dann doch sehr an Twilight erinnert und waren mir zu kitschig.
 

Am Ende wirkt die Handlung dann auf einmal etwas überstürzt, es wird soviel in die letzten 30 Seiten hineingeschustert, das der Leser total überwältigt wird von der Informationsflut. Auch der groß angekündigte Verräter war absolut keine Überraschung für mich. Ich hatte immer gehofft, die Autorin will mich auf eine falsche Fährte führen, aber es war dann halt doch zu einfach zu durchschauen.
 

Einen Cliffhanger gibt es zum Glück nicht, aber es ist noch mehr als genug Stoff für eine Fortsetzung vorhanden.


"School of Secrets - Verloren bis Mitternacht" hat mich mit seinem Klappentext leider auf eine vollkommen falsche Fährte geführt. Ich erwartete mir eine übersinnliche Teenager College-Romanze. Die Romanze bekam ich, allerdings vollkommen überzogen. Durch die spannende Handlung lässt sich das Buch aber sehr schnell lesen und richtig schlecht ist es auch nicht. Einzig die farblosen Charaktere und wie gesagt die recht überzogene Liebesgeschichte waren mir ein Dorn im Auge. Für Fans von Schnitzeljagden gepaart mit ein wenig gruseliger Spannung jedoch ein gutes, aber kurzes Lesevergnügen. 

 
 
Bildquelle:
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1 Kommentar:

  1. Oh je, oh je :) Das Buch wäre so oder so nichts für mich gewesen, aber DAS klingt ja echt..nicht schön! :D Ich hoffe, du hast mit deinem nächsten Buch mehr Spaß <3

    Liebe Grüße
    Shanty

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