1. Februar 2014

Rezension zu "Requiem" von Lauren Oliver



Verlag: Carlsen
 
Originaltitel:  Requiem

Erscheinungsdatum: 24.Januar 2013

ISBN: 978-3551583017

Seiten:  399 Seiten

Preis: 18,90 €

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Ich hätte bei Julian schlafen können. Ich weiß, dass er das von mir erwartet nach dem, was wir zusammen erlebt haben. Die Entführung, der Kuss. Ich habe ihn schließlich hergebracht. Ich habe ihn befreit und ihn in dieses Leben gezerrt. Nichts sollte mich davon abhalten, neben ihm zu schlafen.
 
Die Geheilten würden sagen, dass wir infiziert sind. Und wer weiß? Vielleicht haben sie sogar Recht. Vielleicht ist Liebe wirklich eine Krankheit und wir wären ohne sie besser dran.  


Lena und Julian konnten entkommen. Endlich sind sie wieder bei den Rebellen in der Wildnis. Aber zwischen ihnen hat sich etwas verändert... 

Und dann ist da auch noch Alex, den Lena für tot geglaubt hatte. Lena spürt, dass sie zwei eigentlich zusammengehören, doch er ist abweisend und kalt zu ihr. 


Die Rebellen schmieden Pläne, die Geheilten zu stürzen und sich ihre Freiheit wieder zur erkämpfen. Während sich der Kampf um die Liebe und Freiheit immer weiter zuspitzt, steht Lena plötzlich mittem im Zentrum des Geschehens.


Auch ihre frühere Freundin Hana hat mit ihrem Leben zu kämpfen. Sie führt ein ruhiges Leben in Portland im geheilten Zustand. Bald soll sie den neuen Bürgermeister Fred heiraten. Doch ist ihr Glück wirklich so perfekt wie es scheint?


Das Cover von "Requiem" passt perfekt in die Reihe. Diesmal ist wieder Lena's Gesicht zu sehen und das Wort Freiheit ist über das ganze Cover verteilt. Auch die schöne Braunfarbe passt perfekt.
 

Auch in diesem Band wirkt der Schreibstil von Lauren Oliver wieder sehr poetisch, lässt sich aber trotzdem locker und flüssig lesen. 

Diesmal ist das Buch aus zwei Sichten geschrieben. Einmal erzählt Lena ihre Geschichte vom Kampf um die Freiheit. Und dann ist da noch Hana, die ihr Leben in Portland und ihre Beziehung mit Fred beschreibt.

Die Kapitel sind meist recht kurz gehalten, sodass die Spannung eigentlich kaum abreißt.
 

Lena gefiel mir hier auch wieder gut. Allerdings nicht so gut wie in dem Band davor. Sie ist zwar sehr mutig und tritt für ihre Freunde ein, aber irgendwas an ihr hat mich gestört. So richtig kann ich jedoch nicht sagen was... Vielleicht waren es ihre Gefühle für Alex.
Ich kann ja verstehen, dass sie verwirrt ist, das er wieder da ist, aber sie hat ja auch Gefühle für Julian entwickelt. Ihr hin und her fand ich leider nicht so prickelnd. Aber das ist ja leider so bei Dreiecksgeschichten.


Alex hat sich im Vergleich zum ersten Teil sehr verändert. Er wirkt hart, kalt und abweisend, besonders Lena gegenüber. Als die Rebellengruppe das neue Mitglied Coral aufnimmt, öffnet sich Alex ihr gegenüber etwas. Die zwei scheinen sich sehr zu mögen und das fand ich eigentlich ganz süß. 


Aber trotzdem hat mich Alex abweisende Art gestört. Als ich dann das Bonuskapitel gelesen habe, was von Alex seiner Zeit in Portland in den Grüften erzählt, konnte ich seine Art jedoch verstehen und gut nachvollziehen.


Julian fand ich klasse! Ihn fand ich ja schon im zweiten Band total toll und das hat sich hier auch nicht geändert. Julian hat sich sehr schnell mit dem Leben in der Wildnis angefreundet und macht sich richtig gut in der Rebellengruppe. 


Hana's Geschichte hat mir von dem ganzen Buch am besten gefallen! Hana ist zwar geheilt, aber so richtig hat der Eingriff bei ihr nicht angeschlagen. Sie träumt immer noch manchmal und ist sehr um andere Menschen besorgt, besonders um Lena's Familie die noch in Portland wohnt, aber nun geächtet wird. 

Hana hat ein dunkles Geheimnis, dass in diesem Band enthüllt wird und mit den Geschehennissen aus Band 1 zusammenhängt. Das hätte ich jedoch von ihr nie gedacht..
 


Mit großer Spannung habe ich auf den letzten Band der "Amor"-Trilogie gewartet! Ein ganzes Jahr ist es her, dass ich den Vorgänger Band "Pandemonium" gelesen habe. Von dem war ich ja schwer begeistert, genauso wie vom ersten Teil "Delirium". Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an "Requiem"...

Leider muss ich sagen, dass das Buch meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt hat. Mir hat der entscheidene Funke gefehlt. Der ist nämlich beim lesen einfach nicht übergesprungen.


Ich hatte auch wirklich meine Probleme, wieder in die Geschichte hineinzufinden. Es waren so viele Charaktere auf einmal und so richtig konnte ich keinen mehr zuordnen. Aber nach einigen Kapiteln ging es dann, auch wenn ich bei den meisten immer noch nicht wieder weiß, was derjenige in dem zweiten Band für eine Rolle gespielt hat.


Als ich dann jedoch in der Geschichte drinnen war, gefiel mir das was ich da las eigentlich recht gut. Die Widerstandsbewegung ist voll in Bewegung. Durch einige Ereignisse wird die Spannung immer gut hoch gehalten. Auch die kurzen Kapitel die abwechselnd aus Lenas und Hanas Sicht erzählt werden, erhöhen die Spannung.


Hana's Teil der Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Es war mal spannend und interessant, die Sicht einer Geheilten zu erleben. Auch wenn Hana nicht komplett geheilt ist, denn sie zeigt immernoch einige Symptome einer Ungeheilten. Mir ihrem Verlobten, dem Bürgermeister Fred Hargrove hat sie so ihre Probleme, denn der Typ ist manchmal echt merkwürdig.


Jetzt komme ich mal zu dem Teil der mir gar nicht gefallen hat... Das Ende!!! Ich meine, es wird super spannend, die Ereignisse überschlagen sich und es ist gut geschrieben. Aber das es sooo dermaßen offen endet, hat mich sehr enttäuscht. Ich hatte mir ein ganz anderes Ende erhofft, vor allem auch eine andere Entscheidung von Lena....


Das Bonuskapitel am Ende des Buches ist aus der Sicht von Alex geschrieben. Dadurch versteht man gut, warum er so geworden ist wie er ist.



Der letzte Teil der "Amor"-Trilogie hat meine hohen Erwartungen leider nicht erfüllt. Die Geschichte war zwar spannend und gut erzählt, allerdings hat das offene Ende meine ganze Hoffnung auf einen ordentlichen Abschluss zunichte gemacht. Da hätte ich mir doch ein ganz anderes Ende erhofft. Für Fans der Reihe ist es natürlich trotzdem ein absolutes Must-Read!

Kommentare:

  1. Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Mir hat auch der Funke beim Lesen gefehlt und das Ende lässt mich genauso enttäuscht zurück wie dich...
    Gute Rezi :)

    Lg Caro

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  2. Ich fand es richtig toll, schade, dass du nicht ganz zufrieden warst :/

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