18. Januar 2013

Rezension zu "Meridian - Dunkle Umarmung" von Amber Kizer



Verlag: Pan

Originaltitel: Meridian

Erscheinungsdatum: 05. Oktober 2009

ISBN: 978-3426283011

Seiten: 352 Seiten

Preis: 12.95 €

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Die Insekten waren die Ersten, die zu mir kamen; am Morgen, nachdem meine Eltern mich aus dem Krankenhaus nach Hause brachten, mussten sie tote Ameisen aus meinem Tragekörbchen entfernen. 

"Tot" war das erste Wort, das ich lernte



Die sechzehnjährige Meridian ist ein ganz ungewöhnliches Mädchen. Seit sie auf der Welt ist, kommen immer wieder kleine Tiere zu ihr, um zu sterben.

Dadurch wurde Meridian zur Außenseiterin, jeder hat Angst vor ihr und sie ist immer allein.

An ihrem 16ten Geburtstag kommt ihr Geheimnis ans Licht. Sie ist eine Fenestra. Eine Mischung aus Engel und Mensch, durch den die Verstorbenen Seelen in den Himmel gelangen.

Doch durch ihr Schicksal schwebt Meridian auf einmal in großer Gefahr! Die Aternocti, die Gegenspieler der Fenestrae haben es auf sie abgesehen.

Um ihnen zu entkommen und ihrer Bestimmung als Fenestra nachzukommen, muss sie zu ihrer Tante ziehen. Dort begegnet sie auch dem arroganten Tens...


Das Cover von "Meridian - Dunkle Umarmung" wirkt sehr mysteriös. Es ist in dunklen Farben gehalten, und mit Totenköpfen, Spinnenweben und Rosen verziert, den den düsteren Eindruck noch verstärken. Auf dem Cover ist außerdem noch das Gesicht von Meridian zu sehen, dass richtig schön leuchtet, wenn man das Buch ins Licht hält. Insgesamt ein sehr schönes Cover!


Mir hat der Schreibstil von Amber Kizer gut gefallen! Sie schreibt sehr flüssig und präzise. Das Buch wird komplett aus der Sicht von Meridian erzählt, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen konnte beim lesen.


Die Charaktere haben mir sehr gut gefallen! Es gibt nur drei, die wirklich eine Rolle spielen und das sind Meridian, ihre Tante Merry und Tens. Dafür sind die drei aber umso liebevoller gestaltet und sie sind mir beim lesen richtig ans Herz gewachsen.

Meridian ist eine sehr beeindruckende Protagonistin. Anfangs ist sie von allen Geschehnissen total verwirrt. Natürlich war ihr von Anfang an klar, das sie etwas außergewöhnliches sein muss, denn seit sie auf der Welt ist, kamen immer wieder kleine Tiere zu ihr um zu sterben. Außerdem fühlte sie sich immer krank und schlapp. Als an ihrem 16ten Geburtstag ihr Geheimnis ans Licht kommt, kann sie zuerst gar nicht glauben, was sie ist und was ihre Bestimmung ist. 

Als sie bei ihrer Tante ankommt, beginnt Meridian mit ihrer "Ausbildung" zur Fenestra. Denn sie muss lernen, die Seelen richtig zum Himmel zu geleiten, ohne dabei zu schaden zu kommen. Durch das lernen wird Meridian immer mutiger und wächst zu einer beeindruckenden jungen Frau heran.

Tens hat mir Anfangs nicht wirklich gut gefallen. Er wirkte auf mich recht arrogant und hat Meridian immer wieder zurückgewiesen oder sich über sie lustig gemacht. Mir war ja aber schon von Anfang an klar, dass aus den beiden mehr wird und so habe ich schnell die kleinen Gesten von Tens zu schätzen gelernt und konnte gut daraus lesen, dass Meridian ihm immer mehr ans Herz wächst.
Im Laufe der Handlung wurde Tens mir immer sympathischer und gerade zum Ende hin habe ich ihn richtig lieb gewonnen. Tens hüttet außerdem noch ein großes Geheimnis, dass ihn auf ewig an Meridian bindet.

Tante Merry war mir auch von Anfang an sympathisch! Sie hat sowas typisch Großmutterhaftes an sich. Das hat mir echt gut gefallen. Merry ist auch eine Fenestra und kann Meridian natürlich so einiges beibringen. Doch leider hat Tante Merry ein trauriges Schicksal, denn Fenestrae werden nur 106 Jahre alt und sie ist bereits 106...


Auf "Meridian - Dunkle Umarmung" war ich von Anfang an sehr gespannt! Und mir hat das Buch auch wirklich gut gefallen muss ich sagen.

Der große Pluspunkt ist natürlich die total ungewöhnliche Grundidee. Ein Mädchen, das eine Mischung aus Mensch und Engel ist, und für die Toten die Verbindung zum Himmel darstellt. Sowas hatte ich in der Form noch nicht gelesen bisher. 

Natürlich wirkt durch die ganze Geschichte mit dem Tod die Geschichte ziemlich düster und auch ein wenig deprimierend. Das wird aber durch den Witz, den gerade Tens ab und zu verströmt, gut abgelenkt.

Die Geschichte beginnt eigentlich recht gemächlich, um dann aber auch gleich ziemlich spannend zu werden. Denn die bösen Aternocti haben es auf die Fenestrae abgesehen und wollen sie mit allen Mittel vernichten. Also muss Meridian ihre Familie verlassen und zu ihrer Tante ziehen, damit sie lernt, wie man sich richtig als Fenestrae verhält.

Der Mittelteil zog sich ein wenig bei mir, denn außer ein paar Spannungshüpfern passiert nicht wirklich viel. Der Großteil widmet sich Meridians Lernen. Das war aber trotzdem recht interessant zu lesen. 

Was mich auch noch gestört hat, waren die Bibelverse, die desöfteren zitiert wurden. Das war mir dann doch ab und an etwas zu viel. Auch das Tante Merry immer, Die Tante genannt wurde,  fand ich irgendwie komisch. 

Die leichte Liebesgeschichte, die sich sehr langsam zwischen Meridian und Tens entwickelt hat fand ich ganz süß. Es waren jetzt zwar nicht die wirklich tiefen Gefühle zu spüren, aber die beiden passen ganz gut zusammen und waren auch wirklich witzig zusammen.

Das Ende ist noch einmal ganz schön spannend und auch an einer Stelle unendlich traurig.

Die Fortsetzung "Meridian - Flüsternde Seelen" ist bereits im Pan Verlag erschienen und ich denke, das Buch wird auch bald seinen Weg in mein Bücherregal finden.


"Meridian - Dunkle Umarmung" ist ein etwas düsteres Buch über ein sehr trauriges Thema. Auch wenn die Handlung nicht immer soo spannend war, ist es doch ein schönes Buch für zwischendurch. 




Bildquellen:
http://2.bp.blogspot.com/-Gca6tPddxj8/T9MLwDe6UEI/AAAAAAAAAdw/Y4RaxERbW9M/s1600/meridian-dunkle-umarmung.jpg

http://bibliofila83.files.wordpress.com/2012/01/2011_meridian2.jpg

Kommentare:

  1. Ich hab grad ganz verblüfft festgestellt, dass ich dieses Buch auch in meinem Regal zu stehen habe, ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das gekauft habe :-)
    Danke, dass du mich daran erinnert hast.

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